Der Homöopathische Verein Winterbach und Umgebung e.V. bietet eine Plattform für den gemeinschaftlichen Austausch über Homöopathie und andere Gesundheitsthemen.

Unsere Vision ist, das gesundheitliche Wohlbefinden interessierter Menschen zu erhalten und zu fördern.

Wir unterstützen dabei, eigene Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken.


Unsere Veranstaltungen finden statt,
falls es die aktuelle Corona-Verordnung erlaubt.


Donnerstag 24. Juni, 17 Uhr bis 19 Uhr

Kreativer Umgang mit der Heilpflanze des Monats

 Diese Veranstaltung müssen wir leider wegen Corona absagen

mit Mitgliedern des Homöopathischen Vereins

Ort: Heilkräutergarten, Winterbach

 

Wir stellen eine Pflanze des Monats vor mit Geschichten, Märchen, altem Wissen und zeigen praktische Anwendungen, zum Beispiel stellen wir Kräutersalze, Brotaufstriche, Teemischungen her.
Kinder und junggebliebene Erwachsene sind herzlich willkommen.

 

• Kostenbeitrag: frei 


Der Rosen Monat Juni ist angebrochen, unzählige Dichter wurden von ihrem Zauber inspiriert, 

Rainer Maria Rilke  ( 1875 - 1926 ) verfasste das nachfolgende Gedicht,

 

 

Das Rosen-Innere

Wo ist zu diesem Innen
ein Außen ? Auf welches Weh
legt man solches Linnen ?
Welche Himmel spiegeln sich drinnen
in dem Binnensee
dieser offenen Rosen,
dieser sorglosen, sieh :
wie sie lose im Losen
liegen, als könnte nie
eine zitternde Hand sie verschütten.
Sie können sich selber kaum
halten; viele ließen
sich überfüllen und fließen
über von Innenraum
in die Tage, die immer
voller und voller sich schließen,
bis der ganze Sommer ein Zimmer
wird, ein Zimmer in einem Traum.

 

In allen Gärten erblühen sie nun, in verschiedensten Farben, Formen und Düften, es gibt weltweit ungefähr 30.000 verschiedene Rosensorten

 

Ihre prachtvolle Schönheit und ihr betörender Duft machten sie zum  Symbol des Paradieses, der Liebe, der Lebenslust und der Sinnesfreude,

 

Es wird berichtet, dass Eva, als sie aus dem Paradies vertrieben wurde, heimlich eine Rose aus dem Paradiesgarten mitnahm und sie

seither unsere weltlichen Gärten schmücken.

 

Im alten Griechenland sagte man, sie sei aus den Locken der Göttin Eos, der Morgenröte, gefallen, für die Römer entstand sie aus dem Lächeln

des Amor, dem Gott der Liebe, das Christentum weihte sie der Jungfrau Maria, die als Gottesmutter die Tür zum Paradies wieder geöffnet habe.

 

Schon in der Antike wurde die Rose, die wohl ursprünglich aus Persien stammt, in vielen Ländern des Orients zu Heilzwecken, vor allem zur

Herz und Nervenstärkung,  angewendet.

 

Vermutlich ab dem  14. Jahrhundert wurde die Apotheker-Rose  ( Essigrose / Rosa Galica ) vor allem in Südeuropa  kultiviert, und ist seither

( neben den Damaszener Rosen, die im 13. Jahrhundert  von den Kreuzfahrern nach Europa gebracht wurde  ) einer der Hauptlieferanten des

Rosenöls, welches in der Parfum- und Kosmetikindustrie sowie für  verschiedenste medizinische Zwecke eingesetzt wird.

 

Karl der Große ließ im Jahre 812  in  seiner Landgüterverordnung den Anbau verpflichtend aufnehmen. Es ging ihm dabei vor allem um die Ernte

der Hagebutte die durch  ihren hohen  Vitamin C-Gehalt, wie damals auch schon bekannt war, das  Immunsystem stärkte.  Außerhalb des Gartens

gedeiht die Pillnitzer Vitaminrose, eine Spezialzüchtung, deren Hagebutten den höchsten Vitamin C Gehalt aufweisen. 

 

Hildegard von Bingen sagte, dass jede Medizin besser wirke, wenn ihr Rosenblüten beigefügt würden, sie dienten dem ganzen Körper

zur Freude und Entspannung.

 

Aus den duftenden Blütenblättern lassen sich, neben dem Rosenöl zur Körperpflege und als Badezusatz,  viele Köstlichkeiten herstellen: 

Rosenkonfitüre, Rosenzucker,  Rosenessig,  Rosentee, Rosengelee, Rosenwasser oder Rosenbutter. 

 

 

Lassen auch Sie sich inspirieren von den wunderschönen, zart duftenden  Rosen in unserem Heilkräutergarten und lauschen Sie auf Ihre

Gedanken,  Gefühle und Intuitionen. Spüren Sie, wie sich Ihre Seele weitet, wie Sie frei atmen in der innigen Betrachtung der Rose,

und fragen Sie sich, was sie gerade Ihnen heute sagen will.

 

Und vergessen Sie dabei auch nicht, das eine oder andere Heilkraut oder Gewürz zu bewundern. Gemeinsam leben sie, jedes auf seine eigene

Art und Weise zusammen. Sie alle,  und auch wir Menschen, sind ja Geschöpfe aus der unendlichen  Überfülle Gottes.

 

 

Anne Karsten