Der Homöopathische Verein Winterbach und Umgebung e.V. bietet eine Plattform für den gemeinschaftlichen Austausch über Homöopathie und andere Gesundheitsthemen.

Unsere Vision ist, das gesundheitliche Wohlbefinden interessierter Menschen zu erhalten und zu fördern.

Wir unterstützen dabei, eigene Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken.


Unsere Veranstaltungen finden statt,
falls es die aktuelle Corona-Verordnung erlaubt.


Freitag 01. Oktober, 18 Uhr

Mitgliederversammlung

 

Ort: Kelter, Ritterstraße 3, Winterbach


Donnerstag 30. September, 17 Uhr bis 19 Uhr

Kreativer Umgang mit der Heilpflanze des Monats

 

mit Mitgliedern des Homöopathischen Vereins

Ort: Heilkräutergarten, Winterbach

 

Wir stellen eine Pflanze des Monats vor mit Geschichten, Märchen, altem Wissen und zeigen praktische Anwendungen, zum Beispiel stellen wir Kräutersalze, Brotaufstriche, Teemischungen her.
Kinder und junggebliebene Erwachsene sind herzlich willkommen.

 

• Kostenbeitrag: frei 


Der Quittenbaum  ( von einem unbekannten Verfasser )

 

Ich ging in einem schönen Tal,

da staunte ich mit einem Mal:

Es stand vor mir am Wegessaum

ein dunkelgrüner Quittenbaum.

 

 Und in dem Laube wunderhold,

aufglänzend wie das reine Gold,

die Quitten überdeckt mit Flaum,

am dunkelgrünen Quittenbaum.

 

 Welch eine sonnenhafte Frucht

in ihres Wachstums reicher Wucht,

so groß, die Hand umfasst die kaum,

am dunkelgrünen Quittenbaum.

 

 Die Drossel in den Ästen sang

so voll, dass mir das Herz erklang.

Ging über sie ein Liebestraum

im dunkelgrünen Quittenbaum?

 

 Gar viel Erlebtes ist verweht,

doch immer mir vor Augen steht

mit seinem Gold in Tag und Traum

der dunkelgrüne Quittenbaum.

 

 

Sie müssen nicht erst in ein schönes Tal wandern, um einen Quittenbaum zu sehen. Besuchen Sie einfach  den Heilkräutergarten , dort wächst eine wunderschöne

Birnenquitte, die in diesem Jahr mit vielen köstlich duftenden  Früchten beladen ist

 

Die Quitte stammt ursprünglich aus Westasien, im Kaukasus soll sie schon vor rund 6.000 Jahren angebaut worden sein.

 

Im antiken Griechenland wurde sie erstmals um 600 v. Chr. beschrieben. Sie war ein Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit.

 

Die Früchte wurden mit Honig eingekocht. Das sogenannte "Melimelon" diente den Kranken als Kraftspender und den Reisenden als Proviant.

 

Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, hat die Quitte bei Magen-Darm-Problemen und Fieber verschrieben. 

 

Bei den alten Römern trat die Quitte etwa um das Jahr 200 v. Chr. in Erscheinung. Sie nannten die Frucht aufgrund ihrer flaumigen Schale "Wollapfel"

Sie setzten sie vor allem bei Vergiftungen ein. 

 

Im alten Rom teilten sich Frischvermählte eine Quitte, dadurch sollte das Eheglück gesichert werden.

 

Wenn schwangere Frauen Quitten aßen, hofften sie, ein geniales, geschicktes und schönes Kind zu gebären.

 

Die Portugiesen bezeichneten die Quitte später als "marmelo", was sich noch im Wort "Marmelade" widerspiegelt.

 

Hildegard von Bingen empfahl die Quitte für Gesunde und Kranke. Sie stärkt die Verdauung, hilft gegen Erkältungen und lindert Entzündungen der Haut,

hilft bei Gicht und bei  Schlaflosigkeit

 

Aus den  Früchten wird  Mus, Saft oder Marmelade gemacht, und sie wird in der Naturkosmetik angewandt, denn sie ist ein echtes Naturtalent im Umgang mit der Feuchtigkeit.
die sie der erholungsbedürftigen Haut spendet. 

 

Die getrockneten Kerne gelten als unterstützendes Heilmittel bei Husten und Halsschmerzen. Sie werden als Tee aufgegossen oder wie Bonbons gelutscht .

Aber bitte die Kerne nicht zerbeißen, da sonst die Bitterstoffe frei werden

 

Für einen Quitten-Tee  köchelt man ein bis zwei Teelöffel Quittensamen (unzerkleinert) mit einer Tasse Wasser etwa fünf Minuten lang.

Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

 

Einhundert Gramm Quitte enthalten etwa 85g Wasser, 6g Ballaststoffe,  38 Kalorien, 0,4g Eiweiß, 0,5g Fett (0,3g ungesättigte Fettsäuren), 7,3g Kohlenhydrate (2,7g Glucose, 4,3g Fructose),

6g Ballaststoffe.  Die Quitte ist reich an Vitaminen und Folsäure, hier besonders Vitamin C mit 13mg, Vitamin B3 mit 0,2mg.

 

Quitten haben einen  höheren Anteil an Pektinen, Gerb- und Ballaststoffen als die meisten Apfelsorten.

 

Pektine sind Schleimstoffe, welche Wasser  binden. Quitten steigern somit das Darmvolumen, bringen die Verdauung in Schwung und regulieren den Stuhlgang.

Sie sorgen im Magen- Darm Trakt dafür, dass ein Teil der Fette sowie Gallensäuren und Cholesterin gebunden und dann ausgeschieden werden.

Auch Zucker wird viel langsamer resorbiert, wenn Pektine im Darm vorhanden sind, so dass sie den Blutzuckerspiegel im Lot halten,

sie binden  Schwermetalle und helfen so dem Organismus bei der Entgiftung.

 

Sie sehen also, eine rundum gesunde und leckere Frucht, die ab Ende September geerntet werden kann. 

 

Am 30. September werden wir übrigens unseren letzten diesjährigen Nachmittag im Heilkräutergarten mit der Heilpflanze des Monats veranstalten.

Lassen Sie sich wieder mit einem  geheimnisvollen Märchen in die Welt der Heilpflanzen entführen.

 

Wir freuen uns sehr auf ihr Kommen und auf einen gemütlichen Nachmittag mit Ihnen  im Garten.